
ALLE WEGE FÜHREN NACH ISTANBUL...
Die Frauen, von denen Mungan erzählt, sind uns fremd und nah zugleich. Sie glühen innerlich, und ihr Leben beginnt sich in einem unscheinbaren Moment für immer zu verändern. »Städte aus Frauen« könnte auch Stoff für einen Film von Pedro Almodóvar sein – ein Panoptikum der Gefühle, ein Trip ins Herz der Gegenwart. Das Buch stand in der Türkei auf Platz eins der Bestsellerliste.
Nach seinem von der Kritik hochgelobten kleinen Roman »Tschador« liefert Murathan Mungan ein Gesellschaftspanorama der heutigen Türkei in sechzehn Erzählungen. Eines der großen existenziellen Themen, das die unterschiedlichsten Frauen und Schauplätze miteinander verbindet, ist die Fragilität der Selbstbilder. Es kann eine zufällige Begegnung mit einem fremden Mann sein, die eine geplante Hochzeit in Frage stellt; oder der Anblick eines toten Mädchens, der radikale Brüche im eigenen Leben sichtbar macht. »Städte aus Frauen« erzählt von der Einsamkeit erfolgreicher Single-Frauen genauso wie von den Lebensträumen einer in die Jahre gekommenen Revolutionärin oder den Sehnsüchten einer Tochter aus einfachen Verhältnissen. Westeuropäische und orientalisch geprägte Lebensmodelle treffen aufeinander, und am Ende kreuzen sich die Lebenswege der Frauen am Busbahnhof von Istanbul.
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Heute lebt er in Istanbul, wo er wie ein Popstar verehrt wird. Sein Werk umfasst Theaterstücke, Essays, Gedichte, Erzählungen und Romane. Mungan bekennt sich offen dazu, schwul zu sein.
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